Im B2B-Marketing gibt es nicht das eine richtige Video. Es gibt Formate, die jeweils eine bestimmte Aufgabe in der Kaufentscheidung übernehmen. Ein Erklärvideo macht ein abstraktes Angebot verständlich, ein Produkt-Walkthrough zeigt, wie es im Alltag funktioniert, und ein Case-Study-Video liefert den Beweis, dass es bei einem vergleichbaren Unternehmen funktioniert hat. Webinare, Interviews und Video-Podcasts bauen Expertise auf und schaffen Dialog. In diesem Leitfaden ordnen wir die wichtigsten B2B-Videoformate nach Ziel, Kaufphase und Kanal ein. Außerdem zeigen wir, wie Sie eine überzeugende Video-Fallstudie aufbauen und an welchen Kennzahlen Sie den Erfolg messen.
Kurz gesagt
- Format folgt Ziel: Leiten Sie das Videoformat aus Kommunikationsziel, Zielgruppe und gewünschtem Ergebnis ab, nicht aus dem Trend.
- Drei Ebenen: Erklär- und Imageformate schaffen Aufmerksamkeit, Produkt- und Tutorialformate zeigen die Anwendung, Testimonials und Fallstudien liefern Glaubwürdigkeit.
- Case-Study-Videos wirken durch eine klare Struktur aus Ausgangslage, Lösung und Ergebnis, erzählt in den Worten des Kunden und gestützt durch Zahlen.
- Webinare und Video-Podcasts eignen sich für Thought Leadership und Leadgenerierung, wenn Thema, Promotion und Lead-Qualifizierung zusammen geplant werden.
- Messen Sie mehr als Aufrufe: Verweildauer, Abschlussrate, Interaktionen und Konversionen sagen deutlich mehr über die Wirkung aus.
Inhaltsverzeichnis
- Die wichtigsten B2B-Videoformate im Überblick
- Formate für Aufmerksamkeit: Imagefilm, Erklärvideo, Kurzvideo
- Formate für die Entscheidung: Produktvideo, Walkthrough, FAQ
- Case-Study-Video: So bauen Sie eine überzeugende Fallstudie auf
- Expertise zeigen: Interviews, Webinare, Video-Podcasts
- So wählen Sie das passende Videoformat
- Produktion und Distribution: Worauf es ankommt
- Kennzahlen: So messen Sie den Erfolg von B2B-Videos
- Unsere Sicht: Video ist Teil Ihrer Website, nicht ein Extra
- Videos und Website aus einer Hand
- Häufige Fragen zu B2B-Videoformaten
- Quellen
Die wichtigsten B2B-Videoformate im Überblick
Die Auswahl an Formaten ist groß. Ein aktueller Überblick über Marketing-Videoarten nennt unter anderem Erklärvideos, Produktüberblicke und Walkthroughs, Tutorials, Testimonials und Case Studies, Image- und Kulturfilme, Experteninterviews, Live-Fragerunden, Webinare sowie FAQ- und Vergleichsvideos. Für den B2B-Alltag lassen sich diese Formate nach ihrer Aufgabe in der Customer Journey sortieren:
| Format | Hauptziel | Kaufphase | Typische Kanäle |
|---|---|---|---|
| Imagefilm / Kulturfilm | Marke und Werte zeigen, Bewerber ansprechen | Aufmerksamkeit | Website, Karriereseite, LinkedIn |
| Erklärvideo | Problem und Lösung verständlich machen | Aufmerksamkeit, Abwägung | Startseite, Landingpage, Anzeigen |
| Kurzvideo (Reel, Short, Feed-Clip) | Reichweite, Wiedererkennung | Aufmerksamkeit | LinkedIn, Instagram, YouTube Shorts |
| Produktvideo / Produktüberblick | Nutzen und Kernfunktionen zeigen | Abwägung | Produktseite, Vertriebs-E-Mails |
| Walkthrough / Demo | Eine Funktion im Detail erklären | Abwägung, Entscheidung | Produktseite, Sales-Gespräch |
| Case-Study-Video / Testimonial | Beweis durch echte Kunden | Entscheidung | Referenzseite, Angebote, LinkedIn |
| FAQ- und Vergleichsvideo | Einwände ausräumen | Entscheidung | FAQ-Seite, Nurturing-Mails |
| Tutorial | Anwendung erleichtern, Support entlasten | Nach dem Kauf | Hilfecenter, Kundenportal |
| Experteninterview / Video-Podcast | Expertise, Vertrauen in Personen | Gesamte Journey | YouTube, LinkedIn, Newsletter |
| Webinar / Livestream | Wissen vermitteln, Leads gewinnen | Abwägung | Eigene Plattform, Video-on-Demand |
Wie Sie die Phasen für Ihre eigene Zielgruppe sauber definieren, zeigen wir in unserem Beitrag zum Customer Journey Mapping im B2B.
Wie selten Unternehmen dieses Spektrum ausschöpfen, zeigte schon früh eine deutsche Untersuchung: In der Studie „Corporate Publishing“ zu den 500 umsatzstärksten deutschen Unternehmen setzten 2013 nur 22 Prozent Corporate Videos auf ihrer Website ein. Von den populärsten Videos dienten 58,1 Prozent der allgemeinen Kommunikation, 28,6 Prozent hatten einen Produktfokus und 9,1 Prozent einen HR-Fokus. Die Zahlen sind älter, das Muster sehen wir aber bis heute: Viele Unternehmen haben einen Imagefilm, aber kaum Videos für die Phase, in der tatsächlich entschieden wird.
Formate für Aufmerksamkeit: Imagefilm, Erklärvideo, Kurzvideo
In der ersten Phase kennt Ihre Zielgruppe Sie noch nicht oder hat ihr Problem noch nicht klar benannt. Hier zählen Orientierung und Wiedererkennung.
Imagefilm und Kulturfilm
Der Imagefilm zeigt, wer Sie sind und wofür Sie stehen. Er lässt sich auf der Website und in sozialen Netzwerken einsetzen, um Neukunden und Bewerber gleichermaßen anzusprechen. Seine Schwäche: Er verkauft selten direkt. Planen Sie ihn deshalb als Markenbaustein, nicht als Vertriebsinstrument.
Erklärvideo
Das Erklärvideo ist das Standardformat für erklärungsbedürftige Angebote, etwa Software, Dienstleistungen oder technische Produkte. Es visualisiert ein abstraktes Problem und eine grundlegende Lösung, als Animation oder mit echten Personen. Bewährt hat sich ein knapper Aufbau:
- Das Problem aus Sicht der Zielgruppe
- Die Folgen, wenn es ungelöst bleibt
- Ihre Lösung in zwei bis drei Kernaussagen
- Ein klarer nächster Schritt
Die TechSmith Video-Viewer-Studie 2024, für die 929 Personen unter anderem aus Deutschland befragt wurden, bestätigt die Richtung: Gefragt sind leicht verständliche, relevante Inhalte, die Zuschauern bei einem konkreten Ziel helfen. Echte Personen werden offensichtlich künstlichen Darstellungen vorgezogen. Für B2B heißt das: Ein Gesicht aus Ihrem Team wirkt oft stärker als die zehnte generische Animation.
Kurzvideos für LinkedIn und Co.
Kurzvideos im Hoch- oder Quadratformat bringen Reichweite in den Feeds. Im B2B funktionieren sie am besten als Ausschnitte aus längeren Formaten: eine prägnante Aussage aus dem Interview, eine Kennzahl aus der Fallstudie, ein Tipp aus dem Webinar. So entsteht aus einer Produktion eine ganze Serie.
Formate für die Entscheidung: Produktvideo, Walkthrough, FAQ
Sobald ein Unternehmen Anbieter vergleicht, ändern sich die Fragen. Jetzt geht es um Funktionen, Aufwand, Integration und Risiken.
Produktvideo und Produktüberblick
Produktvideos eignen sich, um komplexe B2B-Produkte verständlich zu präsentieren. Ein gutes Produktvideo verbindet drei Elemente: das Kundenproblem, die zentralen Funktionen und das Ergebnis. Es ist kein Rundgang durch jedes Menü, sondern beantwortet die Frage „Was habe ich davon?“.
Walkthrough und Demo
Der Walkthrough geht eine Ebene tiefer. Er erklärt eine einzelne Funktion, ihre Voraussetzungen und ihre Wirkung. Das Prinzip dahinter: Ein Überblick schafft Orientierung, ein Walkthrough erklärt Details und ein Tutorial unterstützt die konkrete Umsetzung. Je weiter ein Interessent im Prozess ist, desto mehr Beweistiefe braucht er.
In der Praxis sind Walkthroughs ein starkes Werkzeug für den Vertrieb. Ihr Sales-Team kann sie nach dem Erstgespräch gezielt versenden und spart so wiederholte Live-Demos für Standardfragen.
FAQ- und Vergleichsvideos
Jeder Vertrieb kennt die fünf Einwände, die immer wieder kommen: Datenschutz, Integration, Aufwand für die Einführung, Kosten, Support. Kurze FAQ-Videos beantworten genau diese Fragen, idealerweise von der Person, die sie auch im Gespräch beantworten würde. Auf einer FAQ-Seite oder in Nurturing-Mails eingesetzt, verkürzen sie die Entscheidung spürbar.
Case-Study-Video: So bauen Sie eine überzeugende Fallstudie auf
Das Case-Study-Video ist im B2B das stärkste Beweisformat. Hier spricht nicht Ihr Unternehmen über sich, sondern ein Kunde über ein gelöstes Problem. Wichtig ist die Abgrenzung zum Testimonial: Ein Kundentestimonial schildert eine konkrete Situation, eine Entscheidung und die Wirkung in den Worten des Kunden. Eine ausführliche Fallstudie ergänzt das um Ausgangslage, Umsetzung, Einschränkungen und Ergebnis.
Der bewährte Aufbau in sechs Schritten
- Ausgangslage: Wer ist der Kunde, welche Rolle hat die sprechende Person, welches Problem bestand? Die Rolle sollte im Bild eingeblendet sein, denn eine Geschäftsführerin wirkt anders als ein IT-Leiter.
- Auslöser: Warum wurde das Problem gerade jetzt dringend? Dieser Moment schafft Identifikation bei Zuschauern in ähnlicher Lage.
- Entscheidung: Welche Alternativen gab es, und warum fiel die Wahl auf Sie? Hier liegt viel Überzeugungskraft.
- Umsetzung: Wie lief die Einführung? Erwähnen Sie ruhig Hürden. Ehrlich benannte Einschränkungen machen die Geschichte glaubwürdiger.
- Ergebnis: Was hat sich messbar verändert? Zahlen wie eingesparte Stunden, mehr Anfragen oder kürzere Durchlaufzeiten untermauern die Geschichte.
- Ausblick: Wie geht die Zusammenarbeit weiter? Das signalisiert langfristigen Nutzen.
Was ein Case-Study-Video glaubwürdig macht
- Echte Worte statt Skript: Bereiten Sie Fragen vor, aber lassen Sie den Kunden frei antworten. Auswendig gelernte Sätze erkennt jeder Zuschauer.
- Vorteile statt Eigenschaften: Der Kunde spricht über seinen Alltag, nicht über Ihre Feature-Liste.
- Der Kunde ist der Held: Ihr Angebot ist das Werkzeug, die Leistung gehört dem Kunden.
- Technische Qualität: Sauberer Ton ist wichtiger als jede Kamerafahrt. Hinzu kommen passende Beleuchtung, ruhige Bildgestaltung und ein Schnitt, der auf das Wesentliche kürzt.
- Freigaben früh klären: Kennzahlen, Logos und Aussagen sollten vor dem Dreh mit dem Kunden abgestimmt sein. Das spart Schleifen im Schnitt.
Ein Tipp aus der Praxis: Produzieren Sie aus einem Drehtag mehrere Längen. Die ausführliche Fassung gehört auf die Referenzseite, eine Kurzfassung in Angebote und Vertriebs-Mails, einzelne Zitate als Clips auf LinkedIn.
Expertise zeigen: Interviews, Webinare, Video-Podcasts
Diese Formate verkaufen nicht ein Produkt, sondern Kompetenz. Im B2B kaufen Entscheider oft bei den Menschen, denen sie fachlich vertrauen.
Experteninterviews und Video-Podcasts
Ein Video-Podcast mit wiederkehrendem Format, etwa Gespräche mit Kunden, Partnern oder internen Fachleuten, baut über Monate Expertenstatus auf. Der große Vorteil liegt in der Mehrfachverwertung: Aus jeder Folge entstehen Kurzclips für LinkedIn, Zitate für den Newsletter und Textbausteine für den Blog. Wie sich solche Inhalte in eine Gesamtstrategie einfügen, beschreiben wir in unserem Beitrag zu Content Marketing für B2B.
Webinare und Livestreams
Webinare ermöglichen Austausch, Livestreams eignen sich für Schulungen, Produktvorstellungen und digitale Veranstaltungen. Aufzeichnungen lassen sich danach als Video-on-Demand bereitstellen und arbeiten so weiter.
Wie stark das Format wirken kann, zeigt eine Fallstudie zum Sicherheitsanbieter Utimaco: Das Unternehmen nutzte Webinare für Thought Leadership, fachliche Bildung und Demand Generation und erzielte 17-mal mehr Abonnenten pro Inhalt und Monat als die Vergleichsgruppe. Entscheidend war, dass Thema, Experten, Zielgruppe, Promotion und die anschließende Lead-Qualifizierung zusammen geplant wurden. Ein Webinar ohne Nachfassprozess bleibt eine Veranstaltung, mit Prozess wird es ein Vertriebskanal.

So wählen Sie das passende Videoformat
Die Formatwahl beginnt nie bei der Kamera. Klären Sie vorher diese fünf Punkte:
- Ziel: Wollen Sie bekannter werden, Leads gewinnen, den Vertrieb unterstützen, Bewerber ansprechen oder den Support entlasten? Jedes Ziel führt zu einem anderen Format.
- Zielgruppe: Spricht das Video Geschäftsführer, Fachanwender oder Einkäufer an? Entscheider wollen Nutzen und Risiko, Anwender wollen Details.
- Kaufphase: Wer Sie nicht kennt, braucht ein Erklärvideo. Wer Sie mit zwei Anbietern vergleicht, braucht einen Walkthrough und eine Fallstudie.
- Kanal: Ein Video für den LinkedIn-Feed braucht andere Länge, Untertitel und Bildformat als ein Video auf der Produktseite. Schon die Platzierung auf der Website gibt Hinweise auf die Zielgruppe: Karriereseite, Produktseite und Investorenbereich sprechen unterschiedliche Menschen an.
- Ressourcen: Ein Case-Study-Video braucht einen Kunden, der mitmacht. Ein Webinar braucht Referenten und Promotion. Planen Sie realistisch.
Unser Rat für den Einstieg: Starten Sie nicht mit dem Imagefilm, sondern mit dem Format, das Ihrem Vertrieb heute am meisten fehlt. Häufig ist das ein Erklärvideo für die Startseite und ein Case-Study-Video für die Referenzseite. Ausführlicher gehen wir darauf in unserer Video-Marketing-Strategie für KMU ein. Welche Budgets für die einzelnen Formate realistisch sind, zeigt unser Überblick zu den Kosten einer Videoproduktion.
Produktion und Distribution: Worauf es ankommt
Ein gutes Video, das niemand findet, hat keine Wirkung. Denken Sie Produktion und Verbreitung deshalb von Anfang an zusammen.
Produktion
- Ton vor Bild: Schlechter Ton lässt Zuschauer schneller abspringen als ein einfaches Bild. Ein gutes Ansteckmikrofon ist die wichtigste Investition.
- Ohne Ton verständlich: In Feeds laufen Videos oft stumm. Untertitel und Texteinblendungen sind Pflicht. Gleichzeitig sollte das Video mit Ton funktionieren, denn der Leitfaden für effektives Marketing von Google empfiehlt, bei Videoanzeigen Bild und Ton gemeinsam zu berücksichtigen.
- Die ersten Sekunden: Nennen Sie das Problem oder das Ergebnis sofort. Logos und lange Intros kosten Aufmerksamkeit.
- Mehrere Fassungen: Planen Sie Quer-, Quadrat- und Hochformat schon beim Dreh ein, damit wichtige Bildinhalte in jedem Zuschnitt sichtbar bleiben.
Distribution
- Website: Videos gehören dorthin, wo die Frage entsteht, also auf Produkt-, Leistungs- und Referenzseiten. Achten Sie auf Lazy Loading und ein schlankes Einbinden, damit die Ladezeit nicht leidet.
- YouTube: Gut als Archiv und für Suchanfragen, mit aussagekräftigen Titeln, Beschreibungen und Kapitelmarken.
- LinkedIn: Der wichtigste Kanal für B2B-Reichweite. Nativ hochgeladene Clips mit Untertiteln funktionieren meist besser als reine Links.
- Vertrieb und E-Mail: Walkthroughs und Fallstudien in Angeboten und Follow-up-Mails.
- Bezahlte Verbreitung: Wer Videoanzeigen schalten möchte, findet im Digital-Video-Guide des BVDW einen Überblick über den deutschen Digital-Video-Werbemarkt.
Kennzahlen: So messen Sie den Erfolg von B2B-Videos
Aufrufe allein sagen wenig. Für B2B-Videos haben sich fünf Kennzahlen bewährt:
| Kennzahl | Was sie zeigt | Besonders relevant für |
|---|---|---|
| Aufrufe | Reichweite und Auffindbarkeit | Kurzvideos, Imagefilm |
| Verweildauer | Ob der Inhalt trägt | Erklärvideo, Webinar, Podcast |
| Abschlussrate | Ob Länge und Aufbau stimmen | Produktvideo, Case Study |
| Interaktionsrate | Kommentare, Shares, Klicks | LinkedIn-Clips, Livestreams |
| Konversionsrate | Anfragen, Downloads, Termine | Landingpage-Videos, Webinare |
Bei langen Formaten lohnt der Blick auf das Nutzungsverhalten einzelner Personen. In der Utimaco-Fallstudie galten 35 bis 40 Minuten Betrachtungszeit als Signal für echtes Informationsinteresse oder mögliche Kaufabsicht. Fragen im Chat und Downloads dienten zusätzlich zur Qualifizierung der Leads.
Wichtig ist der Vergleich mit sich selbst statt mit anderen. Schon die Corporate-Publishing-Studie fand zwischen Unternehmenskanälen erhebliche Unterschiede bei Abonnenten und Aufrufen. Definieren Sie pro Video ein Ziel und eine Kennzahl und vergleichen Sie neue Videos mit Ihren bisherigen Werten.
Unsere Sicht: Video ist Teil Ihrer Website, nicht ein Extra
In unseren Projekten sehen wir immer wieder dasselbe Muster: Unternehmen investieren in ein aufwendiges Video und binden es dann irgendwo auf der Startseite ein, ohne Kontext, ohne nächsten Schritt und ohne Messung. Das Video ist gut, wirkt aber kaum.

Wir denken Videoformate deshalb immer zusammen mit der Seite, auf der sie laufen. Ein Erklärvideo braucht eine Landingpage mit klarer Handlungsaufforderung. Ein Case-Study-Video braucht eine Referenzseite, die auch in der Suche gefunden wird. Ein Webinar braucht ein Anmeldeformular, das sauber an Ihr CRM angebunden ist. Technische SEO und schnelle Ladezeiten berücksichtigen wir dabei von Anfang an, denn ein Video, das die Seite ausbremst, kostet mehr Besucher, als es gewinnt.
Unsere Empfehlung für KMU und Startups: Lieber drei gezielte Formate, die entlang Ihrer Customer Journey zusammenarbeiten, als ein großer Film ohne Anschluss. Erklärvideo, Walkthrough und Fallstudie decken bereits den Großteil der Fragen ab, die Ihr Vertrieb heute jeden Tag beantwortet.
— URBANEE
Videos und Website aus einer Hand
Als Digitalagentur aus Berlin verbinden wir Content-Erstellung und Videoproduktion mit Webentwicklung, SEO und Performance Marketing. Ihre Videos landen bei uns nicht isoliert auf YouTube, sondern auf schnellen, suchmaschinenoptimierten Seiten mit klarer Conversion-Strecke, auf Wunsch ergänzt durch Kampagnen, die Ihre Zielgruppe gezielt erreichen.

Sie erhalten persönliche Betreuung, klare Leistungsumfänge und nach dem Erstgespräch ein Festpreisangebot. Einen Eindruck von unserer Arbeit bekommen Sie in unseren Projekten und Referenzen. Lassen Sie uns gemeinsam herausfinden, welche Videoformate Ihr Vertrieb wirklich braucht: Jetzt Erstgespräch mit URBANEE vereinbaren.
Häufige Fragen zu B2B-Videoformaten
Welche Videoformate gibt es im B2B?
Zu den wichtigsten Formaten zählen Imagefilm, Erklärvideo, Kurzvideo, Produktvideo, Walkthrough, Tutorial, Testimonial, Case-Study-Video, FAQ-Video, Experteninterview, Video-Podcast, Webinar und Livestream. Sie unterscheiden sich vor allem darin, in welcher Kaufphase sie wirken. Aufmerksamkeit, Verständnis und Beweis brauchen jeweils eigene Formate.
Was ist ein Case-Study-Video?
Ein Case-Study-Video ist eine Fallstudie in Videoform: Ein echter Kunde erzählt, welches Problem er hatte, wie er sich entschieden hat, wie die Umsetzung lief und was sich messbar verändert hat. Anders als ein kurzes Testimonial zeigt es den gesamten Weg inklusive Ausgangslage und Ergebnis. Es ist eines der glaubwürdigsten Formate für die Entscheidungsphase.
Welches Videoformat eignet sich für den Einstieg?
Für die meisten KMU ist ein Erklärvideo der beste Start, weil es auf Startseite, Landingpages und in Anzeigen gleichermaßen funktioniert. Als zweites Format empfehlen wir ein Case-Study-Video, sobald ein zufriedener Kunde bereit ist mitzumachen. Beide zusammen decken Verständnis und Vertrauen ab.
Welches Seitenverhältnis brauchen B2B-Videos?
Das hängt vom Kanal ab. Auf der Website und bei YouTube ist das klassische Querformat üblich, in mobilen Feeds wie LinkedIn oder Instagram nehmen Quadrat- und Hochformat mehr Platz auf dem Bildschirm ein. Planen Sie deshalb schon beim Dreh, dass sich das Material in mehrere Formate zuschneiden lässt.
Quellen
- Transloadit: 22 Marketing-Videoarten und wie sie gut produziert werden
- Raußen/Pagel: Videos im Corporate Publishing (2013)
- TechSmith Video-Viewer-Studie 2024
- VIMP: Videos in der Unternehmenskommunikation, 10 Formate
- Informa TechTarget: Utimaco-Fallstudie zu Webinaren
- Think with Google: Leitfaden für effektives Marketing
- BVDW: Digital-Video-Guide
